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Substanzabhängigkeiten sind häufig. Sie treten unterschiedlich in Erscheinung und betreffen Menschen aller Bevölkerungsgruppen. Das Verständnis darüber, was über Sucht von Alkohol und Drogen gedacht und wie diese bewertet wird, ist vielschichtig und steht im Zusammenhang mit ethischen Fragestellungen, Wertentscheidungen und Grundüberzeugungen. Leider sind diese oft beeinflusst durch Missverständnisse, Vorurteile und Fehleinschätzungen, die teilweise von Generation zu Generation ohne weiteres Hinterfragen weitergegeben werden. So erleben Menschen mit einer Suchterkrankung im Alltag immer wieder offene oder versteckte Diskriminierungen.

Der Verein STIGMAFREI setzt sich aktiv dafür ein, solche Stigmata zu verhindern und anzusprechen. Für ein wertfreies Verständnis von Sucht kommt dem Krankheitsaspekt eine wesentliche Bedeutung zu. Denn bei einer Sucht von Substanzen, handelt es sich, im Sinne der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um eine von Rückfällen geprägte und stark zur Chronifizierung neigende psychische Erkrankung mit unterschiedlich schweren Verläufen. Der Verein STIGMAFREI steht dafür ein, dass eine Sucht auch gesellschaftlich als Krankheit – eben eine Abhängigkeitserkrankung – verstanden und anerkannt wird.

Menschen mit einer Abhängigkeit dürfen nicht lediglich aufgrund dieser Krankheit diskriminiert oder benachteiligt werden. Sie verfügen über dieselben Rechte und Pflichten wie alle Menschen und müssen die Chance erhalten, ihre Fähigkeiten nach ihren Möglichkeiten und Wünschen einzusetzen und ihr Leben gemäss ihren Vorstellungen zu gestalten.

 

Aktuelles / Literaturempfehlungen

– Otto Schmid, Thomas Müller, Stephanie Fehr, Marc Vogel – Werden drogenkonsumierende Menschen stigmatisiert? – Veröffentlichung in Suchtmedizin – Addiction Medicine 5/2018 (Link zum Verlag)

– Otto Schmid, Thomas Müller (Hrsg.) – SUCHT – GENUSS UND THERAPIE – Ein gesellschaftlicher Wandel, Pabst Verlag, Lengerich, 2015 (Link zum Verlag)

– Otto Schmid, Thomas Müller – Empfehlungen zum Beratungssetting in Substitutionsbehandlungen, Utz-Verlag, München, 2015 (Link zum Verlag)

– Gian Monsch – Soziale Diskriminierung von Drogenabhängigen, Schriftliche Arbeit am Lehrstuhl für Sozialpsychologie, Zürich (Download als PDF)

 


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